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SCHWERE SPRACHE

WIr haben diese Webseite in einfacher Sprache gestaltet, um möglichst allen Menschen die Informationen zugänglich zu machen.

Der folgende Text erklär das Projekt KuDiBa in schwerer Sprache.

Neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung haben den Zugang zu kulturellen Angeboten für einen Großteil der Bevölkerung bereits enorm erleichtert. Dennoch sind Menschen mit Beeinträchtigung aller Altersklassen und gesellschaftlichen Schichten, die gerne Kunst- und Kulturveranstaltungen besuchen möchten davon ausgeschlossen, oder, wenn überhaupt, fast immer auf die Hilfe anderer angewiesen.

Informationen über bevorstehende Veranstaltungen sind so gut wie nie in leichter Sprache aufbereitet.
Menschen mit einer Sehbehinderung haben es schwer sich eigenständig Tickets für Veranstaltungen zu buchen.
Eine Gehbehinderung hält viele davon ab Konzerte und Theateraufführungen zu besuchen, weil sie keine örtliche Begleitung finden.
Immer noch bieten die meisten Veranstaltungen keine Möglichkeit an auch hörbehinderte Menschen daran teilhaben zu lassen.

Dieser Teil unserer Gesellschaft kann dadurch letztendlich nicht frei und eigenständig entscheiden wann und wo sie am kulturellen Leben teilnehmen möchten.

Dieser Zustand ist nicht nur aus rein humanistischer Sicht inakzeptabel. Für die Kulturwirtschaft bedeutet das zugleich auch, dass eine nicht unerheblich große Zielgruppe bei der Gestaltung von kulturellen Angeboten vernachlässigt wird und damit potentielle Umsätze, die mit diesem Publikum zu erwirtschaften wären, nicht genutzt werden.

Allein in Berlin leben 349.437 Menschen mit einer amtlich bestätigten Schwerbehinderung. In Deutschland sind es 7,9 Millionen Menschen und in der Europäischen Union haben insgesamt rund 80 Millionen Menschen eine amtlich bestätigte Schwerbehinderung. Damit sind 10% der Gesellschaft von der Teilhabe an kulturellen Angeboten ausgeschlossen. Seniorinnen und Senioren nicht mit inbegriffen. Hinzu kommen deren Angehörige und Freunde, Mitarbeiter der Sozialwirtschaft, sowie eine große Anzahl von gemeinnützigen Organisationen, die einen Schwerpunkt auf der Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigungen setzen und damit nicht nur zu mehr Vielfalt und Diversität, sondern auch zu mehr Umsatz in der Kulturbranche beitragen könn(t)en.

Das KuDiBa-Logo in schwarz-weiß. Links ist eine Bildmarke in Form eines Vierecks. Darauf ist links unten eine nach rechts halb geöffnete Tür zu sehen. Links oben sind die Buchstaben Ku, rechts oben die Buchstaben Di und rechts unten die Buchstaben Ba zu sehen. Alle Buchstaben sind mit einem schwarzen Balken verbunden. Rechts neben der Bildmarke steht "Kultur Digital Barrierfrei" geschrieben. Darunter steht "Eine Initiative von Handiclapped Berlin und MusicTech Germany.

Mit „KuDiBa – Kultur Digital Barrierefrei“, einer gemeinsame Initiative von Handiclapped-Kultur Barrierefrei e.V. und MusicTech Germany e.V., möchten wir diese aktuellen Missstände so gut es geht beseitigen und die Rahmenbedingungen für mehr Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen an Kulturveranstaltungen verbessern. Der digitale Wandel bietet zahlreiche Chancen Kulturangebote, wie Konzerte, Lesungen, oder Theater- und Tanzaufführungen, sowohl online als auch offline, barrierefreier zu gestalten.

Mit KuDiBa haben wir uns zum Ziel gesetzt die bestehenden Hindernisse, die beim Zugang zu digitalen und nicht digitalen Kulturveranstaltungen bestehen, sichtbar zu machen und die digitale Kompetenz der Kulturschaffenden zu fördern. Durch die zentrale Bereitstellung von Informationen zu bereits vorhandenen Ressourcen und die Entwicklung neuer, digitaler Hilfsmittel möchten wir es Kulturschaffenden und Veranstalter*innen zukünftig erleichtern selbstständig mehr Barrierefreiheit herzustellen und dadurch ihr Angebot einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Auf Basis der Ergebnisse einer Umfrage, die wir mit verschiedenen Kooperationspartnern aus den Bereichen Inklusion und Behindertenarbeit durchgeführt haben, veranstalten wir daher am 27. November einen Hackathon mit dem Ziel innerhalb von 48 Stunden Prototypen für digitale Hilfsmittel auf Open-Source Basis zu entwickeln, mit deren Hilfe die Barrieren bei der Teilhabe an Kulturangeboten weiter gesenkt werden können. Programmierer*innen, Designer*innen und andere Interessierte, mit und ohne Beeinträchtigung, sind dazu eingeladen sich einzubringen und daran teilzunehmen. Ab heute kann man sich bis zum 10. November über dieses Formular anmelden.

Neben dem Wissen einen nachhaltigen Beitrag zur Vielfalt der Kulturlandschaft geleistet zu haben, erhalten die Gewinner-Teams im Falle einer erfolgreichen Prototyp-Entwicklung zudem einen bunten Mix an Geld- und Sachpreisen.

Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und nützliche Anwendungen zu entwickeln, die den Anforderungen Betroffener und Akteuren der Kulturbranche gleichermaßen gerecht werden, haben wir ein Team aus Mentor*innen zusammengestellt, die den Teilnehmer*innen vor, während und nach dem Hackathon als Ansprechpartner*innen zur Verfügung stehen.

Auf der Projekt-Webseite wird im Anschluss ein „Leitfaden für die bestmögliche Durchführung von barrierefreien Veranstaltungen“ mit allen verfügbaren Ressourcen kostenlos zur Verfügung gestellt um möglichst viele Barrieren bei der Planung und Organisation von Kulturveranstaltungen abzubauen und zukünftig sicherzustellen, dass Kulturveranstaltungen auch von Menschen mit Beeinträchtigungen mit möglichst wenig Hindernissen besucht werden können.

Das Projekt wird von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen des Förderprogramms Digitale Entwicklung im Kulturbereich gefördert.

Wir laden euch herzlich dabei zu sein.

Soziale Einrichtungen (insbesondere solche, die Wohnformen für Menschen mit Beeinträchtigung anbieten)

Kulturschaffende und Veranstalter*innen (insbesondere solche, die mit digitalen Hilfsmitteln ein breiteres Publikum für Präsenzveranstaltungen erreichen oder digitale Events anbieten wollen)

Entwickler*innen & Designer*innen (insbesondere zur Teilnahme am Hackathon am 27. November)

Du möchtest Dich einbringen? Dann schreib uns.
Wir freuen uns von Dir zu lesen.
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